Unser erstes Moebelstueck- die Sitzbank

Vom ganzen Ausgebaue, Gestehe und Gegehe tun einem aber auch die Füße weh. Wie schön wäre es denn zu sitzen? Also dachten wir, lass uns mit der Sitzbank anfangen. Wie schwer kann das schon sein? Zwei Rechtecke, vier Stützen, zwei Blendbretter und ein Brett als Sitzfläche. Also haben wir uns kurzer Hand eine Skizze gemacht. Natürlich mit Bemaßung, wir wollten ja im Baumarkt brillieren und dann unser erstes Moebelstück – die Sitzbank – bauen.

Das Wochenende kam, wir fuhren mit unserem im Baumarkt erworbenem Hab und Gut zu Frodo Beule, um es in ihm zu verbauen. Was sollen wir sagen… – schaut mal lieber schnell bei eurem Bus nach – Frodo Beule hat einen Radkasten. Der war gar nicht auf unserem karrierten Blatt Papier eingeplant. Nicht nur das, er hat auch gar keine geraden Wände. Als wäre das nicht schon Umstand genug, hat Frodo Beule auch noch zusätzlichen Versatz an der Schiebetür. Wir haben schlicht weg nicht mehr dran gedacht, bzw. es einfach vergessen, übersehen, nennt es wie ihr wollt.

Der Plan, mal schnell zwölf Latten zusammenzuschustern war nicht aufgegangen. Nächster Gedankenanstoß des Holzzuschneiders aus dem Baumarkt, dass bei 1,70m die unsere Bank lang werden sollte, definitiv Stützen erforderlich sind. Das magische Maß, für alle die es noch nicht wussten, ist 60cm.

Basis Sitzbank
Basis Sitzbank
Das Grundgeruest
Das Grundgeruest-sieht ausserhalb des Vans auch ganz schön klein aus

Wir hatten bedingt durch die Schrägen und zusätzlichen Hindernisse etwas verspätet unser unteres Gerüst fertig. Weiter ging es mit den Stützen und Eckpfeilern. Zugegebener Maßen eine einfache Aufgabe. Nun noch schnell das obere Rechteck fertigstellen und dabei mitkriegen, es ist kein Rechteck. Wir ließen uns nicht unterkriegen und gemeinsam bezwangen wir die Schrägen des Frodo Beule. Das Gerippe der Bank ist fertig und man kann erahnen was es werden soll.

Grundgeruest Sitzbank
Grundgeruest Sitzbank
Stuetzen Sitzbank 2
Stuetzen Sitzbank 2

Da die Sitzbank unsere Technikkiste wird, muss sie also zugänglich gemacht werden. Aus diesem Grund haben wir uns für Aufschraubschaniere entschieden. Diese sind ziemlich einfach anzubringen, da keine Vertiefungen wie in Schränken von Nöten sind.

montieren der Aufschraubscharniere 2
montieren der Aufschraubscharniere
montieren der Aufschraubscharniere
montieren der Aufschraubscharniere

Sofern man einfach an die betreffende Stelle rankommt, ist das Anbringen also sehr simple. In unserem Falle wurde sich zur Montage aber hingelegt und im Blindflug, mit halbwegs nassen Händen gearbeitet. Unter diesen Umständen lassen sich 3,9er Schrauben, mit einer Länge von 10mm echt schwierig verbauen. Aber wo ein Wille, da ein Weg.

Warum so kleine Schrauben fragt man sich? Weil es unsere erste Bank war. Wir nur eine 10mm dicke Sitzfläche haben und das Scharnier Bohrlöcher für maximal 4mm Schrauben hat. Es war eine schwere Aufgabe im Baumarkt passende Schrauben zu finden. Wir nahmen Blechschrauben.

Wie schon bereits beschrieben, Frodo Beule hat Schrägen/Versatz. In diesem Fall kurz hinter der Schiebetür. Etwas mehr Rahmen als danach. Wir mussten also noch eine Aussparung in die Sitzfläche sägen. Ein junger Mensch muss auch mal Glück haben, die Aussparung und die Scharniere passten auf Anhieb und der Deckel ließ sich öffnen.

Aussparung fuer Holme
Aussparung fuer Holme

Mit all der Technik und der Warmluftverteilung in der Sitzbank, wurde noch ein Lüftungsgitter angebracht um Zirkulation zu gewährleisten.

Bezüglich der Farbe hatten wir erst an Weiß gedacht und daher als Untergrund eine weißliche Holzlasur aufgetragen. Irgendwie gefiel es uns dann aber so gut, dass man die Struktur vom Holz noch durchsehen konnte, da haben wir es kurzerhand so gelassen.

Die Sitzbank haben wir mit Einziehmuttern in der Karosserie verschraubt. Wir haben gehört der TÜV mag es, wenn bei der Wohnmobilzulassung die Wohnelemente richtig befestigt sind und nicht nur einfach in der Bodenplatte verschraubt. Das hat dann auch für uns Vorteile bei einem Unfall.

Was brauchen wir also um eine Sitzbank zu bauen

  • Zuerst einmal etwas Geduld
  • die richtigen Maße…denkt an den Radkasten
  • Stichsäge
  • Bohrer
  • Zange für Einziehmuttern
  • Schraubendreher
  • Akkuschrauber
  • Winkel
  • Einziehmuttern (Menge je nach Länge)
  • Holz nach euren Maßen (denkt an die 60 cm) und die passenden Schrauben, sowie Scharniere
  • Holzlasur und/oder Farbe

Bezüglich der Auflage haben wir uns ein paar Stoffmuster bei onlinekissennachmass.de bestellt. Hier kann man sich alles exakt in seinen Maßen zuschneiden lassen, wir werden berichten wie wir uns entschieden haben.

Kleiner Tipp am Rande, wir waren jetzt schon in ein paar Baumärkten und Hornbach ist da wirklich eine Preis-/Leistungsempfehlung.

Wir hoffen ihr musstet ein wenig schmunzeln beim Lesen und wünschen euch viel Erfolg bei eurem Möbelbau.

Liebe Grüße

Vicky und Alex

*Werbung wegen Markennennung/unbezahlt

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