Linkskurve einer Straße eingehüllt im Nebel im Nebelwald.
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Costa Rica mit dem Van

Nebelwald und Cerro de la Muerte

Hohe Berge, endlich Abkühlung, auf der Jagd nach Quetzales und Kolibris, unsere ersten Erfahrungen mit der Höhenkrankheit und ein überhitzter Motor. Unterwegs im Nebelwald und auf dem Cerro de la Muerte.

Seit San Diego wurde es nicht mehr recht kühl und je weiter südlich wir kamen gab es auch nachts umso weniger Abkühlung. Die letzten Nächte verbrachten wir zwischen 26 – 28 Grad im Windstillen.

Es musste Abkühlung her.

Der Cerro de la Muerte sollte es sein und dann weiter Richtung San Gerado de Dota im Nebelwald.

Linkskurve einer Straße eingehüllt im Nebel im Nebelwald.

Von Dominical ging es über La Ceiba Eco Adventure (Wasserfallplatz Name + Artikel verlinken) immer höher.

Am ersten Etappenziel angekommen, ein Aussichtpunkt- der Schock…

FRODO BEULE WILL NICHT MEHR

Wir wollten die Aussicht genießen, den Pazifik und die Karibik soll man von hier aus sehen können.

Doch auf Höhe des Parkplatzes ging der Motor aus und wollte nicht mehr starten, mitten auf der Durchfahrtsstraße- kurz hinter der Kurve.

Das Warndreieck konnte endlich ausgepackt werden. Wie aus dem Nichts kam ein Abschleppwagen über die Bergkuppe und zog uns erst einmal auf den sicheren Parkplatz.

Die beiden Herren waren eifrig und öffneten flux die Motorhaube, Kühlmittel trat aus – Motor heiß gelaufen – dann kann man ihn wohl aufgrund einer thermischen Sperre nicht mehr starten.

Vielleicht ist der höhenbedingte Druckunterschied der Grund, immerhin fuhren wir gute 40 km bergauf, im vierten Gang, bei 2500 U/min. Uns sollte der Druck auf jeden Fall noch zum Verhängnis werden.

Um den Motor abkühlen zu lassen, liefen wir zum Aussichtspunkt. Und zum Durchatmen brauchten wir den ein oder anderen Atemzug mehr als üblich.

Die Sicht war spektakulär, die Wolken ziehen schnell – die Meere sah man leider nicht.

Campervan ueber den Wolken auf dem Cerro de la Muerte

Unsere Gedanken waren aber nicht so recht bei der Aussicht, wir sorgten uns um unser kleines Zuhause.

Auf Google Maps ließ sich ein Platz an einer Seitenstraße wenige Meter von hier erkennen.

Beim Starten fiel auf – die Gasannahme war nicht mehr ideal- oder zögerten wir nur zu sehr?

Frodo Beule brachte uns aber dennoch sicher ans Ziel.

HÖHENKRANK BEI BILDERBUCH SONNENUNTERGÄNGEN  

Scampi mit Knoblauch, Baguette und Kartoffeln mit Chili – ein perfektes Dinner.

Endlich die Abkühlung durch Berge um uns herum – es könnte so schön sein – doch langsam machte sich ein dumpfer Kopfschmerz breit – wir waren wie erschlagen.

Nachts um eins war es vorbei. Rien ne vas plus – Nichts geht mehr, das Abendessen ließ Vicky sich nochmal durch den Kopf gehen, der Kopf pochte.

Wir hatten uns den Wecker auf 5:00 Uhr gestellt um den Sonnenaufgang zu bewundern – wir vertagten dies auf den Folgetag – einfach nur liegen.

Nach zwei Folgen Breaking Bad entschieden wir weiter hinauf zu fahren, ein paar Meter, da haben wir etwas Empfang, einen besseren Blick und müssen nicht mehr so weit gehen.

Die Übelkeit legte sich, ich kochte Essen vor.

Sonnenuntergang ueber den Wolken auf dem Cerro de la Muerte

Aber wir wollen den Sonnen-untergang bewundern, ganz sicher. Immerhin sind wir über den Wolken und die Freiheit ist dort bekanntlicher Weise gren-zenlos. Ein paar Meter mussten wir raufklettern. Es war traum-haft. Man wusste nicht wo man zuerst hinsehen sollte. Die Wol-ken, wie Zuckerwatte, von  Pastelltönen umgeben.

Sendemasten auf dem Cerro de la Muerte

Doch der Cerro de la Muerte machte seinem Namen alle Ehre. Die Übelkeit und der Kopfschmerz kamen zurück und blieben bis zum nächsten Morgen.

Von 0 auf 3450m vielleicht doch zu viel?

SAN GERADO DE DOTA

Runter sollte es gehen, das soll helfen und nach San Gerado de Dota wollten wir sowieso.

Die Abfahrt steil und die Gedanken rutschten ab…das müssen wir auch wieder hoch. Die Gedanken sind bei Frodo Beule und dem Aufstieg.

Die Kopfschmerzen verschwanden, die Luft war gut- erstmal genießen.

Wir fanden einen Unterschlupf bei der Suenos del Bosque Lodge.  4000 Colones pro Person und Nacht, also knapp 12 EURO für Beide.

Ein schöner Garten, Wasser, Grillplatz, Dusche, WC und Internet – das ist annehmbar.

Wegweiser auf Wanderweg zu den Wasserfällen

Wir machten am Nachmittag noch eine kleine Wanderung (5 km) zum Wasserfall, das wäre Tags zuvor undenkbar gewesen.

Kolibri auf einem Zweig

Wir sahen unsere ersten Kolibris und genossen Luft und Natur.

Stahltreppe auf Wanderweg, halb eingefallen

Der Wanderweg führte tatsächlich zu zwei Wasserfällen, an manchen Stellen war er etwas abenteuerlich und wohl schon länger nicht mehr instandgesetzt – aber wir fühlten uns wohl in unserem Mini-Abenteuer.

Der Hunger kam auch zurück.

JAGD NACH DEM QUETZAL

Es soll ihn hier geben, den grünen Vogel mit den langen Schwanzfedern – eigentlich das National Tier von Guatemala, deshalb heißt auch die Währung so.

Man sieht ihn am besten morgens, manchmal aber auch nicht. Auf bestimmten Bäumen oder doch bei der Kirche? Ganze Touren werden organisiert und suchen ihn – wir versuchten unser Glück ohne Tour.

Das Savegre Hotel besitzt einige Wanderwege, die wir testen wollten. 10 USD pro Person (ähnlich wie der naheliegende Nationalpark). Schon der Garten ist traumhaft angelegt und wir sahen viele Kolibris.

Wir sahen vieles und vor allem Natur. Den Quetzal aber leider nicht.

Bis auf den Aufstieg zum Cerro de la Muerte (da waren wir ja nun schon) nahmen wir alle Wege mit. Die Natur ist wundervoll, Dschungel – grün – aber ohne Quetzal. Knappe 13km.

Im Anschluss gönnten wir uns einen Lunch im Café Kahawa, probierten verschiedene Variationen der Forelle die hier das Nationalgericht ist. Als Ceviche, mit Kokossauce und gebraten mit schwarzen Bohnen und Reis. Unbedingt testen  wenn ihr in der Gegend seid. Für 3 Gerichte und 2 Getränke zahlen wir 30 USD.

Auf dem Rückweg stellten wir fest, auch unser Hotel besitzt einen eigenen kleinen Wanderweg – mit Brücke (HERZCHEN).

Wir drehten noch eine gemütliche Runde durch die Natur inklusive kleinem Wasserfall (mehr Herzchen) und freuten uns dann auf eine erfrischende Dusche. Morgen früh klingelt der Wecker früh.

DIE AUFFAHRT

Um 5:00 Uhr klingelte der Wecker.

In zwei Etappen wollten wir hochfahren auch wenn es nur wenige Kilometer sind.

Beim ersten Stopp, kochte das Kühlwasser, hatten wir so auch noch nie gesehen.

Vicky lief ein Stück, um es Frodo Beule leichter zu machen. Schließlich zählt jedes Kilo.

Dann endlich waren wir oben angekommen – auf nach San Jose und mal bei VW vorbeischauen, doch das ist ein anderes Thema.

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