Das Herzstück unserer Wasseranlage – die Wasserfilter

Heute stellen wir euch das Herzstück unserer Wasseranlage- die Wasserfilter genauer vor. Wir werden in diesem Beitrag etwas auf die Wasserfilter eingehen und erläutern, welchen Wasserfilter wir haben, warum wir ihn haben und welche Möglichkeiten es gibt mit diesem, bzw. ähnlichen Wasserfiltern.

Der ursprüngliche Gedanke, wie wir zum Wasserfilter gekommen sind, war der, ob man wohl sein Grauwasser wieder regenerieren kann, zu sagen wir mal,  wenigstens Brauchwasser. Bei der Recherche stießen wir auf einen Blogbeitrag zum Thema Wasserfilter, welcher uns so abholte, dass uns das Thema gar nicht mehr in Ruhe ließ und relativ schnell klar war, wir brauchen einen Wasserfilter in unserem Frodo Beule. Ehrlich gesagt gab es zu diesem Zeitpunkt noch gar kein Frodo Beule, der kam erst deutlich später, aber die Idee war schon in den Köpfen.

Warum sollte man sein Wasser filtern ?

Es gibt verschieden Arten sein Wasser trinkbarer, oder auch trinkbar zu machen. Eine Art zum Beispiel ist das Abkochen des Wassers. Auf Grund der 100 °C werden schon viele Keime und Mikroorganismen abgetötet. Allerdings ist diese Variante nicht ganz praktikabel im Camper und wegen des Energieaufwands auch nicht wirklich empfehlenswert. Um es einfacher zu haben, gibt es Wasserfilter. Selbst hier zu Lande, wo das Wasser welches aus der Leitung kommt sauber zu sein scheint, sind doch eine Menge Ablagerungen aus Rohren und feinste Sedimente. Sie sind zumeist gesundheitlich unbedenklich, sehen auf lange Sicht im Tank und den Wasserleitungen nicht besonders schön aus.

Was machen Wasserfilter ?

Wie der Name es vermuten lässt, filtern sie Wasser, bzw. Teile aus dem Wasser, die wir im Normalfall nicht mittrinken wollen. Es gibt diverses Gelumpe im Wasser welches schädlich für den menschlichen Organismus ist, ebenso welches, dass nicht schädlich, aber störend ist. Um dies zu verhindern, nutzen wir und viele andere auch Wasserfilter.  Einfüllen von unbehandeltem Oberflächenwasser ist ohne Filter überhaupt nicht empfehlenswert.

Einwandfreies Trinkwasser muss folgende Anforderungen erfüllen

  • frei von Krankheitserregern
  • geschmacklich einwandfrei
  • farblos, geruchlos
  • nicht gesundheitsschädigend
  • Ausreichend gelöste Mineralsalze, nicht zu viel, nicht zu wenig. Trinkwasser ist kein reines Wasser, sondern enthält Minerale und Salze, die für unseren Organismus überaus wichtig sind.

Wir denken, dass wir dies mit unseren Wasserfiltern von famous-water ganz gut hinkriegen werden. Unser Hauptanliegen ist es nämlich eine größtmögliche Autarkie an den Tag zu legen. Wir entschieden uns für die Einbaufilteranlage Water-jack assambly fresh . Hier haben wir einen Keramik- und einen Aktivkohlefilter. Diese sind jeweils in einem eigenen Gehäuse und in Reihe geschaltet, deshalb die Bezeichnung 2h SC (zwei housings und serial connection). Es gibt natürlich auch noch diverse andere Möglichkeiten, so z.B. nur  1h, oder 3h, sogar 4h wäre möglich. Und sicherlich sehr interessant für diejenigen, die nicht so viel Platz, oder ihr Wasserkonzept nur mit Kanistern haben, das Ganze geht auch in „mobil“.

Es sind dann die sogenannten Befüllungsfilter. Diese müssen zwischen die Wasserquelle und den Einfüllstutzen geklemmt werden, so dass das Wasser vor dem Einfüllen gefiltert wird.

Die verschiedenen Möglichkeiten zu filtern und ihre Vor und Nachteile

In den nachstehenden zwei Tabellen sieht man nun die Vor- und Nachteile der festverbauten, sowie der mobilen Variante und die Vor- und Nachteile des vor dem Tank, sowie nach dem Tank Filterns.

EinbauanlageMobile Filteranlage
 
Vorteilefest im Fahrzeug verbaut kein zusätzlicher Aufbau-Aufwand bei Benutzung  

freie Entscheidung ob vor oder nach dem Tank gefiltert wird
Mobile Anlagen können außerhalb des Fahrzeuges, z.B. auf einem Dachgepäckträger, verstaut werden      
(Platzersparnis)

Ausgangsschlauch in Richtung Tank fast beliebig lang, wenn Pumpe in Wassernähe  
Nachteileauf Grund der Ansaughöhenbe-schränkung Betankung wegen der Entfernung zum Wasser nur mit Kanister oder Gießkanne (Oberflächenwasser) meist teurer als ein Festeinbau  

Handling ist etwas aufwändiger, da bei Nutzung die Anlage erst ausgepackt werden muss  
Filtern vor dem TankFiltern nach dem Tank
 
Vorteilesehr saubere komplette Wasserinstallation für lange Zeit (inkl. der Tanks)

keine Brutstätte für Bakterien, Algen, Biofilm etc. im Tank

keine Durchflussminderung innerhalb des Wasserkreislaufs nach dem Tank

Ersparnis eines eventuellen gröberen Vorfilters


Befüllung ohne Zeitverlust

keine zusätzliche Leitung für Sauganschluss notwendig, dadurch:
einfacherer Einbau

Nachteileverlängerte Zeit bei der Befüllung

zusätzliche Pumpe bei Befüllung erforderlich, wenn nicht genügend Druck zur Verfügung steht

evtl. „Zusatztechnologie“ bei sehr langen Stagnationszeiten bzgl. Nachverkeimung erforderlich

besondere Serviceklappe mit Einfüllstutzen erforderlich (falls der Filter von außen nicht gut zu erreichen ist)
Tank wird, vor allem bei Befüllung mit Wasser außerhalb Nord- bzw. Mitteleuropas, schnell verschmutzt 

Schnelle Vermehrung von Organismen im Tank bei entsprechenden Bedingungen -Filter setzt sich schneller zu und muss häufiger gereinigt werden

starke Pumpe für guten Durchfluss empfehlenswert  

Diese Vor- und Nachteile sind sind sehr aussagekräftig und sollten euch zur Entscheidungsfindung helfen.

Unsere Entscheidung

Letztendlich wurden es für uns die Einbaufilter und wir filtern vor dem Tank. Wir wollen nicht jedes Mal den Koffer aus der Garage ziehen, oder vom Dach nehmen, um unseren Tank zu befüllen.

Wer ebenso bequem ist wie wir, dem sei gesagt, es sollte grundsätzlich immer gefiltert werden, selbst bei „sauberem“ Wasser. Man holt sich relativ schnell Dreck in den Tank und dann nutzt es eben doch nichts mehr, wenn man nur hin und wieder filtert. Zugegeben, bei der Variante vor dem Tank zu filtern entstehen gewisse Mehrkosten für eine zusätzliche Wasserpumpe, da ja das Wasser durch die Filter gedrückt werden muss. Bedeutet also, wenn wir nicht aus einer normalen Wasserleitung das Wasser beziehen können, sondern Oberflächenwasser beziehen, sei es See-, Brunnen-, Flusswasser, oder dergleichen, gehen wir mit der Gießkanne, oder dem Kanister los. Deswegen haben wir auch eine Serviceklappe mit zwei Anschlüssen. Auch hier fallen Extrakosten an, welche aber für den Luxus, den Tank nur alle Jubel-Jahre mal zu reinigen nicht ins Gewicht fallen.

Wenn man sich überlegt, den Tank, Schläuche und Pumpe ca. alle 6 Monate chemisch zu reinigen bzw. auszubauen und zu reinigen, diesen zeitlichen Aufwand möchten wir nicht haben. Außerdem birgt es Fehlerquellen. Alle Verschraubungen regelmäßig zu öffnen und wieder zu schließen ist auch nicht im Sinne des Erfinders. Zumindest ist dies unsere Sichtweise.

Sobald wir mit dem Einbau fertig sind, werden wir diesen hier detailliert schildern.



2 thoughts on “Das Herzstück unserer Wasseranlage – die Wasserfilter

  1. Hallo Victoria und Alexander,

    Glückwünsch zu eurer Entscheidung! Sobald ich einen Van habe werde ich das dann auch so machen. Allerdings müsste man dann den Aktivkohlefblock recht oft (2 mal pro Jahr) austauschen?

    Naja wenn man auf Durchfall verzichten will, ist es das auf jeden Fall Wert! 😉

    LG
    Arti

    1. Hallo Arti, hab Dank für deine Glückwünsche. Augenscheinlich hast du dich ja schon eine ganze Weile mit dem Thema Wasser und der Filtration beschäftigt, da brauchen wir dir als Laien ja gar nicht viel erzählen.
      Letztendlich entscheidet natürlich das von dir eingefüllte Wasser darüber, wie lange deine Filter durchhalten. Solltest du nicht nur den Aktivkohleblock haben, sondern auch noch die Keramikfilter nutzten, erhöht sich die Lebensdauer des Filters natürlich, zumindest steigt die Literanzahl von einst 16.000 auf eine deutlich höhere Zahl. Die genaue Literzahl ist abhängig von den anderen Filtern und kann dir von deinem Filterlieferanten des Vertrauens genauer gesagt werden. Die Lebensdauer von dem Aktivkohleblock beträgt ein Jahr. Hab ein schönes Wochenende. Vicky+Alex

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